
Ein geschliffener Zirkon.
By Gunnar Ries Amphibol (Own work (own photo)) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Ein Anhänger in Form eines Babyschuhs mit saphirblauen und weissen Zirkonia aus unserem Sortiment.
Das Herstellen von synthetischen Edelsteinen hat eine lange Tradition. Schon im antiken Ägypten wurden einfache Steine mit Glas und Glasur veredelt und zu Schmuck verarbeitet. Sehr bekannt sind auch die Strasssteine. Im Jahre 1758 entwickelte der Wiener Joseph Strasser eine schleifbare Glassorte, sie sollte als Diamantimitat in den europäischen Handel gelangen. Für Edelsteinimitate benutzt man Blei als Zugabe oder Flint Glas (sehr hoher Bleigehalt) für eine Diamanten ähnliche Lichtbrechung und Lichtreflexion. Für Modeschmuck wird z.B. einfaches Fensterglas verwendet, ebenso Kunstharze und Plastik. 1910 stellte der Franzose Vernueil erstmals synthetische Rubine, synthetische Saphire, synthetische Korunde, synthetische Spinelle, synthetische Aquamarine, synthetische Turmaline und synthetische blaue Zirkone her. Seit 1948 ist der synthetische Rutil bekannt, der gern als Diamantersatz verwendet wird. Seit 1970 werden synthetische Diamanten in Edelsteinqualität hergestellt. So gut wie alle bekannten und wertvollen Edelsteine, können heute synthetisch hergestellt werden. Die synthetischen Edelsteine sind makellos, lupenrein und von natürlichen Edelsteinen nicht zu unterscheiden ohne mineralogische Untersuchung.
Im Handel werden auch rekonstruierte Edelsteine angeboten. Diese werden aus kleinen Splittern echter Edelsteine zu größeren zusammengeschmolzen. Die sogenannten Dubletten und Tripletten sind zusammengesetzte Schichten von echten Schmucksteinen/ Edelsteinen und Glas oder Kunststoff. Dubletten und Trepletten müssen gesondert ausgeschrieben und deklariert werden. Manchmal versucht man empfindliche Edelsteine mit diesem Verfahren zu schützen und länger haltbar zu machen. Diese sind von echten Edelsteinen kaum zu unterscheiden.